FB f Logo blue 29Sie finden uns auch auf Facebook!                                                                     Hinweise zur Anmeldung im Mitgliederbereich der Homepage
Der vLw NRW
Wir vertreten Ihre Interessen, wir setzen uns für Sie ein - und haben schon viel für Sie erreicht!
Fortbildungsveranstaltungen der vLw-Stiftung NRW
für das 1. Schulhalbjar 2018/19 - jetzt anmelden!
Schulung für Lehrerräte
Erfahrene Personalratsmitglieder informieren
Tarifverhandlungen 2019
Der vLw stellt Forderungen auf!
Arbeitstagung 2018
Digitalisierung im Berufskolleg
DA ADV - BASS 10 - 41 Nr. 4
Der vLw sieht noch etliche ungeklärte Fragen und Probleme
Verschmelzung von BLBS und VLW zum neuen Bundesverband BvLB

Die Kaufmännische Schule

Wollen Sie die aktuelle Zeitschrift des Verbands lesen?

Fortbildungen

Möchten Sie über aktuelle Fortbildungen informiert werden?

Mitglied werden

Über Ihr Interesse an einer Mitgliedschaft im vLw NRW freuen wir uns!

Kontaktformular

Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen, Kritik oder Anregungen an uns zu richten.

Beste Bildung erfordert eigenverantwortliche Berufskollegs

07. März 2018
Nicht nur in den Medien können interessierte Beobachterinnen und Beobachter aufmerksam verfolgen, dass die seit knapp neun Monaten regierende NRW Koalition schon einige der in dem Koalitionsvertrag formulierten Vereinbarungen angegangen ist.

Dazu gehören für den Bildungsbereich u. a.:
- die Streichung der „kw“- (künftig wegfallend) behafteten Stellen im Haushalt 2018 und 2019,
- der Ausbau multiprofessioneller Teams durch Schaffung weiterer Stellen und
- die sukzessive Erhöhung der Lehrerversorgung auf 105 %, nicht nur an den Grundschulen.

 

Der vLw ist sich bewusst, dass etliche Herausforderungen einer mittelfristigen Lösung bedürfen, für die zunächst eine aussagekräftige Datenbasis geschaffen werden muss.

Nachhaltig unterstützt der vLw das auf Seite 15 des Koalitionsvertrags formulierte Primat einer Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Dazu bedarf es aber nicht unbedingt – wie auf der Folgeseite im Koaltitionsvertrag formuliert - rechtlicher Öffnungsklauseln und neuer Trägermodelle. Denn seit fast 20 Jahren zeigen die Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen, dass sie als Systemanbieter von der Ausbildungs- und Berufsvorbereitung über die vollzeitschulische Berufsbildung und die duale Berufsausbildung bis zur beruflichen Weiterbildung für derzeit knapp 520.000 Schülerinnen und Schüler - in guter Partnerschaft mit den Ausbildungsbetrieben - den entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung und Qualifizierung in Nordrhein-Westfalen leisten (Vgl. Landtagsdrucksache MMD 17/1032 vom 24.10.2017 unter www.landtag.nrw.de/).

In den derzeit laufenden Anmeldewochen zu den vollzeitschulischen Bildungsgängen, wie der Höheren Handelsschule oder dem Wirtschaftsgymansium werden die Stärken der Berufskollegs wieder sehr deutlich, wenn sie den zukünftigen Schülerinnen und Schülern und deren Erziehungsberechtugten konkrete Chancen in der beruflichen Bildung und weiterführende Schulabschlüsse aufzeigen.

Nur Berufskollegs als Systemanbieter mit häufig über zwanzig verschiedenartigen Bildungsgängen können attraktivere Bildungsalternativen bieten. Beispielhaft seien die konkreten Anschlussperspektiven in der dualen Berufsausbildung nach dem Besuch des Wirtschaftsgymnasiums oder der Höheren Handelsschule sowie geeignete Weiterbildungsperspektiven nach einem erfolgreichen Berufsschulabschluss genannt.

Aus Sicht des vLw bedeutet dies bildungspolitisch:

1. Erhalt der vollzeitschulischen Angebote
Die vollzeitschulischen Bildungsgänge an unseren Berufskollegs müssen als Voraussetzung für eine hochqualifizierte Berufsausbildung respektive ein fachbezogenes Studium erhalten und gestärkt werden. Analog zur Sekundarstufe können und müssen die vielfältigen, schon bestehenden Förder- und Forderangebote in den Berufskollegs, wie z. B. die Ganztagsform der Höheren Handelsschule oder die Sprachförderung im Format des Deutschen Sprachendiploms (DSD), noch stärker ressourcenmäßig und strukturell abgesichert werden. Zum allgemeinbildenden Schulwesen muss es auch für schwächere Schülerinnen und Schüler mit der Fachoberschulreife unbürokratischer möglich sein, z. B. berufsbezogene Kenntnisse und/oder den Qualifikationsvermerk in der einjährigen Berufsfachschule (Handelsschule) der Anlage B (APO-BK) zu erwerben.

2. Stärkung der dualen Berufsausbildung
Die bestehenden dualen Bildungsgänge müssen auch in der Fläche gestärkt werden. Bereits in der letzten Ausgabe unserer Verbandszeitschrift DIE KAUFMÄNNISCHE SCHULE wurde eindrucksvoll vorgestellt, mit welchen Zusatzqualifikationen die duale Ausbildung noch attraktiver gestaltet werden kann. Hier braucht es keine bürokratischen Hürden mit Mindestgrößen, sondern in der Region verortete, abgestimmte Beschulungsangebote zur Fachkräftesicherung durch eigenverantwortliche Berufskollegs, getreu der Devise: Profilieren statt regulieren.

3. Ausbau der kaufmännischen Weiterbildung
Der vLw begrüßt die Aussage im Koalitionsvertrag, dass die Weiterbildung gestärkt werden soll. Neben den bereits bestehenden Weiterbildungsangeboten der Fachschulen müssen mögliche Aufbaulehrgänge je nach regionalem Bedarf weiter ausgebaut und auch stärker mit der Hochschullandschaft verknüpft werden.

Bereits mit der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO-BK) vom 26.05.1999 wurde ein geeigneter Rechtsrahmen geschaffen. Dieser schließt Ausbildungs- und Berufsvorbereitung, berufliche Vollzeitschule, Berufsschule Weiterbildung ein.

Der vLw erwartet, dass die Landesregierung die Berufskollegs als eigenverantwortliche Systemanbieter stärkt. Dazu muss es möglich sein, dass die Berufskollegs vor Ort konkrete Bildungsangebote gestalten können, um so den zunehmenden Fachkräftebedarf in Nordrhein-Westfalen auch dauerhaft zu sichern.

Hilmar von Zedlitz-Neukirch
Landesvorsitzender

vLw NW e.V.
Geschäftsstelle
Völklinger Str. 9
40219 Düsseldorf
 
Tel 0211 491020-8
  0211 491020-9
Mobil 0151-74368268
Fax 0211 4983418
Email  info@vlw-nrw.de

Besuchen Sie uns auch auf ...

... unserer vLw-Seite auf facebook FB f Logo blue 29

... der Seite der vLw-Stiftung-NRW