AUS DEM LANDESVORSTAND

vLw unterzeichnet mit acht weiteren Verbänden: Düsseldorfer Erklärung gegen Antisemitismus

Foto:: Zeev Reichard
Foto:: Zeev Reichard

Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertreter aller großen Lehrkräfteverbände und der Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfalens haben in Düsseldorf eine gemeinsame Erklärung gegen Antisemitismus verabschiedet und sich zur Solidarität mit allen von Antisemitismus Betroffenen bekannt. Antisemitismus muss demnach über Bildung und Aufklärung in den Schulen entschieden und dauerhaft entgegengewirkt werden.

Das Treffen fand vor dem Hintergrund des seit dem 7. Oktober drastisch angestiegenen Antisemitismus statt. Anlass war der diesjährige Jom Hashoa, der Tag des Gedenkens an die Opfer der Schoah und an das Heldentum des jüdischen Widerstandes, der in diesem Jahr auf den 5./6. Mai fällt.

Eingeladen hatten die Jüdische Gemeinde Düsseldorf und die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit – Beratung bei Rassismus und Antisemitismus (SABRA).

Jüdinnen und Juden weltweit, auch in Deutschland, sehen sich einem enorm gesteigerten und sie extrem belastenden Antisemitismus gegenüber. Auf deutschen Straßen wird offen Antisemitismus artikuliert und propagiert. In den sozialen Medien entfaltet sich der Judenhass ungehemmt. Die Folge: Jüdische Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern haben Angst. Angst vor dem Antisemitismus, der längst auch in den Schulen angekommen ist. Traumatische Erinnerungen an die Schoah – transgenerational vererbt – werden schmerzvoll wach.

Dabei hat der Antisemitismus längst alle sozialen Milieus durchdrungen: Es gibt ihn beispielsweise bei Rechten und Linken, bei Extremisten, Progressiven, Alternativen und Esoterikern, unter Muslimen und Christen. Es gibt ihn in der bürgerlichen Mitte, in der Wissenschaft ebenso wie in der Kulturszene. Hier etwa ist er über den Rap – als verbreitetster Jugendkultur – wiederum ganz nah bei unserer Schülerschaft.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände betonten einhellig, dass es die dringliche Aufgabe von Schulen sei, pädagogisch entschieden gegen Antisemitismus vorzugehen.

„Gerade für uns als Lehrkräfte in den Berufskollegs bilden der gegenseitige Respekt und das wertschätzende Miteinander eine wichtige Grundlage für unsere sehr heterogenen Schulgemeinden mit häufig über 2.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Deswegen begrüßen und unterstützen wir nachhaltig die Initiative der Düsseldorfer Erklärung“, so der Landesvorsitzende Hilmar von Zedlitz-Neukirch.

Quelle www.vlw-nrw.de am 05.05.2024

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